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So tickt Berlin
(Auszüge aus Berlin für junge Leute)
Melanie Bähr, Geschäftsführerin der Berlin Partner GmbH
sei stadt, sei wandel, sei berlin. Berlin ist eine Stadt im stetigen Wandel und Wachstum. Insbesondere junge Menschen am Anfang ihrer Karriere zieht es zunehmend in die deutsche Hauptstadt. In Berlin treffen sich viele unterschiedliche Köpfe – forschende, kreative, experimentierfreudige, unternehmungslustige. Menschen aus 190 verschiedenen Nationen leben und arbeiten in der Hauptstadt, wodurch sich ein bunter kultureller Mix ergibt. Jeder Einzelne hat hier den geeigneten Wohn- und Arbeitsplatz, das Zusammenspiel von Karrieremöglichkeiten und Freizeitgestaltung für sich gefunden.
Neben aufstrebender Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft, die hohes Potential für Arbeitskräfte bieten, verzeichnen auch die Kreativmärkte Berlins weiterhin ein rasantes Wachstum und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ob Veranstaltungen der Musik, Kunst oder Mode – Berlin bietet seinen Einwohnern und Touristen eine Vielzahl von Möglichkeiten und kann im internationalen Vergleich bestehen.
Die Hauptstadt besticht mit ihrer Offenheit, Vielfältigkeit und dem Flair einer niemals stillstehenden Stadt. Zunehmend siedeln sich neue Unternehmen an, sprießen Start-Ups, vor allem in der Internetbranche, aus dem Boden, werden neue Arbeitsplätze geschaffen – jede Innovation wird gefördert und gefordert. Kommen auch Sie nach Berlin, finden Sie Ihren place to be!
Berlin schreibt Musikgeschichte
In Berlin, der „Stadt des Designs“, verschmelzen Design, Mode, Kunst, Architektur und Musik zu einer ganz besonderen Mischung. Diesen Ende 2005 von der UNESCO an Berlin verliehenen Titel tragen weltweit sonst nur noch Buenos Aires, Montreal, Kobe, Nagoya, Shenzhen, Shanghai, Seoul, Saint-Etienne und Graz, wobei Berlin und Buenos Aires als Vorreiter gelten.
Musikalische Global Player, DEAG Deutsche Entertainment AG, Berliner Philharmoniker, Bechstein oder Neumann Mikrofone geben den Ton an. Universal, weltgrößter Musikkonzern, feierte bereits 2002 mit seiner Deutschlandzentrale am neuen Medienstandort Spreepark/Oberbaum-City in Berlin seinen Einstand. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich seit 2004 der Hauptsitz des Musiksenders MTV, der nach dem Zusammenschluss auch VIVA vom Rhein in die Hauptstadt gezogen hat. In den Kanon stimmen rund 151 Musikverlage, über 350 Labels und zirka 1.400 Unternehmen der Musikwirtschaft mit 14.000 Erwerbstätigen ein. Und Berlin wäre nicht Berlin, gäbe es nicht die vielen Independent-Labels.
Kein Jahr ohne Festivals und Events. Nach dem Auftakt der 21. Echo-Verleihung – dem wichtigsten deutschen Musikpreis, durchgeführt von der Deutschen Phono-Akademie – Ende März zieht während der Pfingstfeiertage traditionell der „Karneval der Kulturen“ mit rund 1,3 Millionen Besuchern seine Kreuzberger Runden. Es folgen zum Sommeranfang die „Fête de la Musique 2012“, auf der rund 100.000 Musikbegeisterten auf über 100 Bühnen eingeheizt wird, und der „Christopher Street Day“ mit mehr als 700.000 Besuchern im vergangenen Jahr. Den klassischen Reigen eröffnen Ende Juli Jugendorchester aus ganz Europa mit dem Festival „young.euro.classic“. Nach dem „musikfest berlin“ im September steht bei den „Berliner Tagen für alte Musik“ im Oktober die Musik früherer Jahrhunderte auf dem Programm. Jazz-Freaks sollten sich den November im Kalender notieren: Vom 1. bis 4. November wird im Rahmen des „JazzFest Berlin“ gejazzt, was Saxophon, Bass und Drums hergeben. Vom 5. bis zum 9. September 2012 findet in der Hauptstadt die dritte „Berlin Music Week“ statt. In diesem Rahmen präsentiert sich die Vielfalt und Vitalität der Musikszene einem breiten nationalen und internationalen Publikum. In der Stadt der 1.000 Bühnen schließen sich die Veranstalter der breitgefächerten Clubszene und zahlreicher anderer Venues zusammen. Protagonisten und Fans der verschiedenen Szenen haben Gelegenheit, unterschiedlichste musikalische Formate, Musikstile und Veranstaltungsformen zu erleben. Das Programm vereint internationale Größen und Newcomer und erschließt die neuesten Trends aller Genres. Gleichzeitig werden in zahlreichen Kongressen, Tagungen, Weiterbildungen und Veranstaltungen von Verbänden und Netzwerken alle Segmente der Musikwirtschaft eingebunden. Mit der „Berlin Music Week“ bereitet die Musikmetropole Berlin mit ihrer pulsierenden Szene und einmaligen Dichte an Clubs, Bars, Discotheken und Theatern daher ab September jährlich die Bühne für ein zentrales Zusammentreffen der internationalen Musikwelt.
Berlin macht Mode
Auch modemäßig ist Berlin Weltklasse. Mit Joop, Lala Berlin, Claudia Skoda oder Kaviar Gauche, aber auch mit seinen viele Preise ergatternden Nachwuchsdesignern wie Michael Sontag, Perret Schaad oder Simon Frenzel, ist die Modemetropole mindestens genauso „gut angezogen“ wie New York. Kein Wunder, dass Berlin nicht nur bei Touristen, sondern auch bei immer mehr Trendscouts, Einkäufern, Stylisten und Modefotografen auf der Reiseroute steht. Berliner Mode gibt es rund um den Hackeschen Markt, in den zahlreichen Szeneläden von Prenzlauer Berg bis Kreuzberg, Friedrichshain oder Neukölln und in den Galeries Lafayette.
Rund 15.000 Hauptstädter arbeiten in der Modebranche. 200 Ladenateliers verkaufen echt Berlinischen Look. Und für den kreativen Nachwuchs sorgen neun Modeschulen. Dass die Stadt nicht mehr arm, sondern nur noch sexy sein will, beweisen nicht zuletzt die Berlin Fashion Week (www.fashion-week-berlin.com) mit ihren Modemessen, darunter die Premium, parallel zur Bread & Butter Berlin. Im Januar und Juli geben sich hier die internationalen Größen der Szene die Klinke in die Hand. Berlin hat sich mit rund 200.000 Besuchern von Messen und Fashion Shows außerdem in den TOP 5 der weltweiten Modestandorte etabliert.
Rund 800 junge Designer und Labels aus ganz Europa setzen und leben in Berlin neue Trends. Das macht die Stadt zum angesagten Shopping- und Reiseziel. Davon profitieren die Stores internationaler Marken genauso wie die kleinen Läden. Shopping-Hochburgen sind nach wie vor der Kurfürstendamm mit seinen Seitenstraßen sowie das KaDeWe. Auf der Friedrichstraße haben sich zahlreiche Luxusgeschäfte wie Gucci, Armani, Etro und Escada etabliert und finden sich alle unter einem Dach wieder: im französischen Kaufhaus Galeries Lafayette.
Berlin lebt Kunst
Wer nach Berlin reist, hat längst nicht mehr nur Museumsinsel & Co. auf dem Plan. Denn die Stadt an der Spree ist heute auch eine der innovativsten Produktionsstätten für zeitgenössische Kunst. Laut Landesverband Berliner Galerien vertreten etwa 500 Galerien in mindestens 2.000 Ausstellungen rund 6.600 internationale Künstler. Damit ist die deutsche Hauptstadt auch der größte Galerienstandort Europas. Diese kreative Energie trägt neben der Langen Nacht der Museen auch die Berlin Biennale, das Gallery Weekend Berlin und den Galerienaustausch Berlin Paris über Ländergrenzen hinaus.
Berlin forscht
Berlin ist die Hochburg von Wissenschaft und Forschung in Deutschland. In keiner anderen Stadt konzentrieren sich so viele wissenschaftliche Einrichtungen. An vier Universitäten, sieben Fach-, vier Kunst- sowie 23 staatlich anerkannten privaten Hochschulen und über 70 außeruniversitären Forschungseinrichtungen lehren, forschen und arbeiten über 45.000 Beschäftigte und sind 152.000 Studierende immatrikuliert. Hochschulen, öffentliche und private Forschungseinrichtungen tragen zur Lebensqualität in der Hauptstadt und zur Wertschöpfung in der Region Berlin-Brandenburg bei. Die Berliner Wissenschaftsinstitutionen forschen praxisnah und stellen ihre Ergebnisse regelmäßig der Öffentlichkeit vor. Während der jährlich stattfindenden „Langen Nacht der Wissenschaften“ zeigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen an zahlreichen Standorten bis weit nach Mitternacht, wer wie was wo forscht. Einen neuartigen Weg, Schüler für die modernen Wissenschaften zu interessieren, bieten zum Beispiel Forscher in Berlin-Buch mit dem „Gläsernen Labor“. Hier führen Jugendliche und Erwachsene unter Betreuung von Wissenschaftlern gentechnische Versuche durch und machen sich mit den praktischen Anwendungen im Labor vertraut.
Bestes Beispiel für den Berliner Erfindergeist ist Adlershof. Wer weiß heute eigentlich noch, dass dessen Geschichte mit tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten begann: Am 26. September 1909 starteten auf dem Flugfeld Johannisthal-Adlershof die ersten Motorflugzeuge. Heute arbeiten am größten Wissenschafts- und Medienstandort Deutschlands über 14.000 Mitarbeiter in rund 900 Unternehmen, 17 wissenschaftlichen Einrichtungen mit insgesamt elf außeruniversitären Instituten und sechs Fakultäten der Humboldt-Universität. Hier steht der modernste Technologiepark Europas, eine ganze Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien.
Das große Wissenschaftspotenzial der Stadt nicht nur ihren Bewohnern bewusst zu machen, dafür hat die Berlin Partner GmbH gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft eine Marke für die Berliner Wissenschaft entwickelt. Unter „BERLIN SCIENCES“ (www.berlin-sciences.com) werden alle wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins vorgestellt. Das Portal bietet einen Einstieg in die Wissenschaftslandschaft Berlins und zielt darauf ab, das Netzwerk zwischen Wirtschaft und Berliner Wissenschaft zu stärken.
Es gibt viele Gründe, die Stadt zu mögen, sich in sie zu verlieben, in Berlin zu bleiben: Die Hauptstadt ist lebendig und im steten Wandel. Einen Koffer in Berlin zu haben, hat noch niemand bereut.

