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Synagogale Musik

 

in der Synagoge Pestalozzistraße
Pestalozzistraße 14
Eintritt: Vorverkauf 10 DM, Abendkasse 15 DM

16. November | Montag | 19 Uhr
Halleluja aus Wien
Wiener Synagogalmusik von Sulzer bis Schönberg
Oberkantor Estrongo Nachama (Berlin)
Kantorin Rebecca Garfein (New York/USA)
Chor der Synagoge Pestalozzistraße
Orgel: Gloria Seipelt und Bob Arnold

17. November | Dienstag | 19 Uhr
Meisterwerke der Kantoralmusik
Berliner Kantoren Laszlo Pastor und Itzchak Sheffer mit synagogalen Gesängen
Orgel: Gloria Seipelt
Eintritt: Vorverkauf 10 DM, Abendkasse 15 DM
Zu allen Zeiten ist die Gebetsmusik der Synagoge ein Bindeglied zwischen den Gemeindemitgliedern und ihrem Gott gewesen. Die Schönheit der synagogalen Musik war schon im Mittelalter bekannt, als die Kirche wiederholt verboten hat, jüdische Gottesdienste von Nichtjuden besuchen zu lassen. Denn was anderes als die Schönheit kantoraler Musik kann es gewesen sein, was Nichtjuden dazu hätte bringen können, in den - in hebräischer Sprache gehaltenen - Gottesdienst zu gehen.
Heute stehen die Synagogen allen offen und die Jüdische Gemeinde lädt zu einem Konzert von Meisterwerken kantoraler Musik ein.

Halleluja aus Wien

     

Die Gebetsmusik der Synagoge Pestalozzistraße ist geprägt von den Kompositionen des Berliners Lewandowski, der seinem Vorbild Salomon Sulzer folgend die Melodien der bedeutenden Kantoren seiner Zeit notierte und harmonisierte. Salomon Sulzer (1804-1890) gilt als der Wegbereiter klassischer Synagogalmusik mitteleuropäischer Prägung. Zu seinen Zeit- und Weggenossen gehörte die klassische Wiener Musikszene, was unter anderem dazu führte, daß Franz Schubert im Juli 1828 den 92. Psalm für Bariton und gemischten Chor Gebetsgesang für Sulzer vertonte. Oder sollte man eher davon sprechen, daß Salomon Sulzer einen Schubert uraufführte?

Rebecca Garfein ist Kantorin im Riverdale Temple in New York. Ausgebildet nicht nur im klassischen Gesang, sondern auch durch ein Studium am renommierten Jewish Theological Seminary. Sie gastierte erstmals bei den Jüdischen Kulturtagen des vergangenen Jahres in Berlin.

Bei diesem gemeinsamen Konzert mit dem seit 1947 ununterbrochen in der Synagoge Pestalozzistraße amtierenden Oberkantor Estrongo Nachama ist es das erste Mal, daß eine weibliche Stimme Vorbeterin in dieser Synagoge ist und gemeinsam mit Estrongo Nachama singen wird.

Wenn dies auch nur ein Konzert und kein Gottesdienst ist, so ist es doch nur die Fortsetzung einer bis heute an den hohen Feiertagen gepflegten Tradition, denn die Predigtlieder werden seit eh und je von einer Solistin des gemischten Chores gesungen.

Bereits im letzten Jahr konnte Rebecca Garfein während der 11. Jüdischen Kulturtage das Berliner Publikum in ihren Bann ziehen. Aus dem Konzertmitschnitt im Centum Judaicum ist inzwischen eine CD geworden, die unter dem Titel "Sacred Chants" am 12. November 1998 präsentiert wird. Mehr dazu erfahren Sie

in New York

 

Kartenreservierung, Fragen, Kommentare jkt@herden.de

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