Herden
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INHOUSE magazine
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Gedenkstätten in Berlin
Die Berliner und Brandenburger Gedenkstätten sind in ihrer Ausprägung und Thematik einzigartig in Deutschland und der Welt. Thematisch lassen sie sich den beiden Themenkomplexen Nationalsozialismus und Geteiltes Deutschland zuordnen.
In den Gedenkstätten reservieren wir Führungen für Ihre Reisegruppe für eine Buchungspauschale von 20 € zzgl. 19% MwSt. Eintrittspreise oder Führungsgebühren, sofern sie erhoben werden, sind hierin noch nicht enthalten.
Gedenkstätten zum Thema Nationalsozialismus
Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Viele nennen es Holocaust-Mahnmal, das riesige Feld mit 2.711 Betonstelen zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, von Peter Eisenman entworfen. Ein zentraler Ort der Erinnerung und des Gedenkens. Manche halten es für einen Spielplatz und springen von Stele zu Stele, andere sehen ein Gräberfeld und legen kleine Steine auf die Stelen. Hobbyfotografen sind vor allem morgens und abends vom grauen Beton und den Schatten begeistert. Weitere Assoziationen sind möglich und erwünscht.
Unter dem abstrakten Denkmal wird es dann konkret, im “Ort der Information”, einer Dokumentation über die Opfer und ihr Schicksal mit Porträts, gelesenen Biografien, Briefen, Tagebucheinträgen und Namen der Opfer, die die Erinnerung persönlicher machen. Aufgrund der Sicherheitskontrollen sollte man mit längeren Wartezeiten rechnen. Da es sich um einen Ort der Stille handelt, werden nur auf dem Stelenfeld Führungen angeboten.
Für Schulklassen werden zahlreiche interessante Workshops u.a. zum Thema Geschichte oder Architektur angeboten.
Den Gruppen, die sich umfassender mit dem “WARUM und WIESO” dieses Denkmals beschäftigen möchten, empfehlen wir unseren Rundgang “Gedenkstätten in der Berliner Mitte”.
Öffnungszeiten: Ort der Information: Apr-Sep Di-So 10–20 Uhr (letzter Einlass um 19:15 Uhr), Okt-Mrz 10-19 Uhr (Einlass bis 18:15 Uhr). Im Sommer sicherlich mit Warteschlange
Eintritt: frei, Audio-Guides 4 €, erm. 2 €
Der Eingang zum „Ort der Information“ liegt an der Ostseite des Geländes, in der Cora-Berliner-Straße
zwischen Ebert-, Wilhelm- und Behrenstr., Berlin-Mitte, ÖPNV: U+S Brandenburger Tor, U+S Potsdamer Platz, Bus 100, 200, M48, M85
AlliiertenMuseum
Am 28. Juni 1948 landeten die ersten Flugzeuge der Westmächte mit Versorgungsgütern für die Berliner Bevölkerung. Die „Luftbrücke“ hatte begonnen. Aus Anlass des 50. Jahrestages eröffnete am 27.06.98 das AlliiertenMuseum im ehemaligen Kino „Outpost“ der US-Army. Das Museum dokumentiert die Rolle der Westmächte in der Nachkriegszeit und das Leben der alliierten Truppen in Berlin. Der Grundstock der mehrere tausend Objekte umfassenden Sammlung wurde 1994 gelegt, als die westlichen Truppen bei ihrem Abschied umfangreiche Bestände für die Errichtung des Museums übergaben. Standort des Museums ist Berlin-Zehlendorf, wo sich mit dem Hauptquartier der US-Army und dem Truman-Plaza-Komplex die zentralen Einrichtungen des amerikanischen Sektors befanden.
Öffnungszeiten: Do-Di 10-18 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen / Führungen: Gruppenführung dt., engl. od. franz. 35 €, für Schüler frei (Spende erw.)
Clayallee 135, Berlin-Zehlendorf, ÖPNV: U Oskar-Helene-Heim, Bus 115, X83
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand befindet sich im Bendlerblock, dem einstigen Sitz des Oberkommandos des Heeres. Das Arbeitszimmer von Oberst Claus Schenk von Stauffenberg gilt als Zentrale des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944.
Die 1989 eröffnete Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ dokumentiert mit über 5.000 Fotos und Dokumenten die gesamte soziale Breite und weltanschauliche Vielfalt des Kampfes gegen den Nationalsozialismus. So werden nicht nur der politische Kampf gegen die NS-Diktatur und die militärischen Umsturzversuche zwischen 1938 und 1944 dargestellt, sondern zum Beispiel auch die vielfältigen Formen des Widerstands aus christlicher Überzeugung und die Opposition von Jugendlichen. Weitere thematische Bereiche der Ausstellung sind unter anderem: Widerstand aus der Arbeiterbewegung,Die Weiße Rose, Die Rote Kapelle u.v.m. Sie betreut auch die Gedenkstätte Plötzensee, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Rosenthaler Straße und die neue Gedenkstätte „Stille Helden“.
Öffnungszeiten: Mo-Mi+Fr 9-18 Uhr, Do -20 Uhr, Sa+So+feiertags 10-18 Uhr
Eintritt: frei. Kostenlose Audioführung für Einzelbesucher
Gruppen / Führungen: Gruppenführungen (min. 10 Pers.) kostenlos (Anmeldung erforderlich)
Stauffenbergstr. 13-14, Berlin-Tiergarten, ÖPNV: U+S Potsdamer Platz, Bus M29, M48
Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz
In der Villa verhandelten am 20. Januar 1942 unter dem Vorsitz des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, dem Chef des Reichssicherheitshauptamtes, vierzehn Spitzenbeamte der Ministerialbürokratie und der SS über die organisatorische Durchführung der Judendeportation und -vernichtung. Das von Adolf Eichmann angefertigte Protokoll der so genannten Wannsee-Konferenz wurde 1947 in den Akten des Auswärtigen Amtes gefunden.
Die ständige Ausstellung dokumentiert die Konferenz, ihre Vorgeschichte und Folgen, sowie die Geschichte des Hauses. Sie gibt grundlegende Informationen über den gesamten Prozess der Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der Juden Europas.
Die pädagogische Abteilung der Gedenkstätte bietet interessen- und berufsspezifische Studientage oder mehrtägige Seminare zur politischen Bildung an. Verschiedenste Aspekte der nationalsozialistischen Geschichte und der jüdischen Geschichte können bearbeitet werden, z.B. Jüdisches Leben in Berlin vor 1933, Jüdischer Widerstand, Sozialisierung im Nationalsozialismus.
Den Besuchern steht zudem eine Mediathek mit wissenschaftlicher Standardliteratur, Erinnerungsberichten, pädagogischer Fachliteratur etc. zur Verfügung.
Öffnungszeiten: tägl. 10-18 Uhr außer an Feiertagen, Mediathek Mo-Fr 10-18 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen / Führungen: Führungen (Dauer 2 Std.) ab 10 Pers., 2 €, Schüler+Studenten kostenlos, Anmeldung erforderlich
Am Großen Wannsee 56-58, Berlin-Zehlendorf, ÖPNV: Bus 114
Topographie des Terrors
Neben dem Martin-Gropius-Bau, gegenüber dem Preußischen Landtag, hinter einem angenagten Mauerrest befindet sich das „Prinz-Albrecht-Gelände“. Hier waren zwischen 1933 und 1945 die Zentralen der wichtigsten Überwachungs- und Verfolgungsapparate des NS-Regimes untergebracht. Mit inzwischen über 800.000 Besuchern im Jahr gehört die „Topographie des Terrors“ zu den meist besuchten Erinnerungsorten und Museen in Berlin. Im Mai 2010 wurde das neue Dokumentationszentrum eröffnet. Die neu gestaltete und ergänzte Hauptausstellung („Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“), die bislang im Freien installiert war, ist nun im neuen Gebäude auf einer Ausstellungsfläche von 800 qm zu sehen. Im Untergeschoss steht eine Bibliothek mit ca. 30.000 Medieneinheiten zur Verfügung. Seit August 2010 wird entlang der Ausgrabungen an der Niederkirchnerstraße die neue Dauerausstellung „Berlin 1933-1945 – Zwischen Propaganda und Terror“ gezeigt. Ein Rundgang mit 15 Stationen (dt. + engl. audioguides) stellt den Besuchern das Gelände in seiner historischen Dimension vor.
tägl. 10-20 Uhr, Bibliothek 10-17 Uhr
Eintritt: frei
kostenlose Gruppenführungen (dt., engl., frz., hebr., it., poln., russ., türk., niederl.) Anmeldung erforderlich: Tel. 030-25450970
Niederkirchner Str. 8, neben dem Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg, ÖPNV: U+S Potsdamer Platz, S Anhalter Bahnhof, Bus M29, M41
Anne Frank Zentrum
Anne Franks Tagebuch ist eines der meistgelesenen Bücher weltweit. Das Anne Frank Zentrum zeigt eine ständige Ausstellung zur Lebensgeschichte Anne Franks mit vielen Familienfotos und Zitaten aus dem Tagebuch. Es ist eine anerkannte Institution in der Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus, Diskriminierung und Antisemitismus und die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Besucher informieren sich in der Ausstellung „Anne Frank – hier&heute“ am Beispiel der Geschichte von Anne Frank über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust. Dazu gibt es für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein vielfältiges Begleitprogramm: Projekttage, Lesungen, Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Filmvorführungen sowie Seminare und Workshops zu aktuellen Themen.
Gemeinsam mit der Blindenwerkstatt Otto Weidt, das zur Gedenkstätte Deutscher Widerstand gehört, bietet das Anne-Frank-Zentrum eine Führungsbegleitung durch die Ausstellung „Vom Mut zu helfen. Versteckt in Berlin und Amsterdam“. Gezeigt werden drei Räume der ehemaligen Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Rosenthaler Straße 39. Während des Nationalsozialismus arbeiteten hier jüdische und nicht-jüdische Taubstumme und Blinde unter dem Schutz des Kleinfabrikanten Weidt, der in seinem als „wehrwichtig“ eingestuften Betrieb Besen und Bürsten herstellen ließ.
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Eintritt: 5 €, erm. 2,5 €, Familienkarte 10 €, Kinder bis 10 J. frei
Gruppen / Führungen: : Ausstellungsbegleitung (2 Std.) bis 15 Pers. 25 €, bis 30 Pers. 50 € zzgl. Eintritt p.P. 2,50 €; Projekttag (5 Std.) mit Blindenwerkstatt Otto-Weidt-Workshop 50 € (bis 15 Pers.), 100 € (bis 30 Pers) je zzgl. Eintritt p.P. 2,50 €
Rosenthaler Str. 39, Berlin-Mitte, ÖPNV: S Hackescher Markt, U Weinmeisterstraße, Tram M2, M4, M5
Deutsch-russisches Museum Berlin-Karlshorst
In dem ehemaligen Offizierskasino wurde 1945 die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterschrieben, vier Jahre später erhielt hier die erste Regierung der DDR ihre staatliche Vollmacht. Von sowjetischen Streitkräften als "Museum des großen vaterländischen Krieges" genutzt, wird seit 1995 die Geschichte deutsch-sowjetischer Beziehungen (1917-1990) dargestellt. Zahlreiche Beiträge russischer und deutscher Museen informieren anhand von Text-, Bild- und Filmdokumentationen über die Kriegsplanung 1940/41, den Kriegsverlauf sowie den Alltag der Soldaten, die nationalsozialistische Vernichtungspolitik und die letzte Phase des Krieges in Deutschland.
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen / Führungen: Gruppenführungen kostenlos (Anmeldung erforderlich)
Zwieseler Str. 4/ Ecke Rheinsteinstr., Berlin-Köpenick, ÖPNV: S+U Karlshorst, Bus 396
Gedenkstätte Sachsenhausen
(ca. 4 Std. inkl. Anreise aus Berlin)
Am Ort des nördlich von Berlin gelegenen nationalsozialistischen "Konzentrationslager der Reichshauptstadt", wo von 1936- 45 über 200.000 Häftlinge aus vielen Ländern Europas litten, befindet sich heute ein internationaler Gedenk- und Lernort.
Das Konzentrationslager Sachsenhausen, 1936 bewusst in der Nähe der Reichshauptstadt Berlin errichtet, avancierte seit 1938 zum größten Konzentrationslager im Gebiet des deutschen Reiches sowie zum Modell- und Schulungslager für die SS. Nach der Evakuierung des Lagers durch die SS am 21. April 1945 wurden die marschfähigen Lagerinsassen auf den 200 km langen Todesmarsch Richtung Lübeck getrieben, die zurückgelassenen Häftlinge konnten von der Roten Armee befreit werden.
Ab August 1945 errichtete die sowjetische Militärverwaltung in dem gerade geräumten Konzentrationslager das größte Internierungslager der sowjetischen Besatzungszone/ DDR, in dem insgesamt 50 – 60.000 Menschen inhaftiert waren. Zahlreiche Häftlinge starben an den Folgen von Unterernährung und Krankheiten.
In den erhaltenen Gebäuden sind elf Dauerausstellungen zu sehen, wie „Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen“, „Der 'Alltag' der Häftlinge im KZ Sachsenhausen“, oder "Medizin und Verbrechen". Die im Umfeld vorgefundenen Gruben mit Menschenasche aus den Krematorien werden als Grabstätten gekennzeichnet. Gruppen können in der Jugendherberge „Haus Szczypiorski“ unterkommen, der ehemaligen Dienstvilla des „Inspekteurs des Konzentrationslagers“.
Öffnungszeiten: tägl. 8:30-18 Uhr (15.10.-14.3. bis 16.30 Uhr), montags sind die Museen geschlossen
Eintritt: frei
Gruppen / Führungen: Führung bis 15 Pers. 15 €, bis 30 Pers. 25 €, Fremdsprachenzuschlag 25 € (Anmeldung erforderlich), Audio-Guides (dt, e, sp, Reservierung empfohlen) für Gruppen bis 10 Pers. 3 € p.P., ab 11. Pers. 2 € p.P.
Straße der Nationen 22, Oranienburg, ÖPNV: Regionalexpress RE 5, S Oranienburg, Bus 804 (stündlich), 20 Min. Fußweg
Dokumentationszentrum Schöneweide
Unweit der großen Industrieanlagen von Ober- und Niederschöneweide, befinden sich die Baracken des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers 75/76. Über die Jahre wurden einige Baracken baulich verändert, das Ensemble als solches blieb aber erhalten.
Im August 2006 wurde mit großem Engagement begonnen, diesen Ort für Besucher wieder erfahrbar zu machen. Die Arbeit steht dabei noch in ihren Anfängen, was auch dem Besucher nicht verborgen bleibt. Es ist daher empfehlenswert, sich auf einer bis zu zweistündige Führung über das Gelände die Hintergründe und aktuellen Bezüge des Dokumentationszentrums näher erläutern zu lassen. Bisher kann man neben zwei kleineren Ausstellungen einige der Baracken besichtigen, die sich allerdings nicht im Originalzustand befinden, da sie nach dem Krieg von verschiedenen Institutionen (z. B. Impfstoffinstitut der DDR) genutzt und verändert wurden. Neben den Ausstellungen wurden bereits Veranstaltungsräume sowie eine Bibliothek, ein Archiv und Seminarräume eingerichtet.
Für die Zukunft ist die Umgestaltung eines Teils einer Baracke in den Zustand vor 1945 geplant. Zur Geschichte der Zwangsarbeiterlager in Berlin und Brandenburg soll künftig eine Dauerausstellung gezeigt werden.
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Eintritt: frei. Der Besuch ist im Rahmen einer kostenlosen, angemeldeten Führung empfehlenswert.
Britzer Str. 5, Berlin-Treptow, ÖPNV: S Schöneweide, Bus 167, 365 (Haltestelle Britzer Straße)
Gedenkstätten zum Thema Geteiltes Deutschland
Der historische Weg zum geteilten Deutschland führt vom Checkpoint Charlie über den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor, weiter zum Museum der Teilung (der „Tränenpalast“ öffnet im September 2011) und schließlich zur Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße.
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Das Notaufnahmelager Marienfelde wurde 1953 eröffnet. Bis 1990 passierten 1,35 Mio. Übersiedler und Flüchtlinge aus der DDR das Lager, bevor sie in die Bundesrepublik weitergeleitet wurden. Heute informiert am historischen Ort im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Aufnahmelagers eine Ausstellung über die deutsch-deutsche Fluchtbewegung: In sieben Themenräumen spannt sie den Bogen von den Fluchtgründen über die Fluchtwege und das Aufnahmeverfahren bis zu den Herausforderungen bei der Integration. Mit Originaldokumenten, Fotografien und Filmen werden wichtige politische Entwicklungen der deutsch-deutschen Geschichte und die Lebensumstände im Notaufnahmelager beleuchtet. Eine große Rolle spielen dabei die Lebensgeschichten von Zeitzeugen, die der DDR den Rücken kehrten. Neben Führungen bietet die Erinnerungsstätte nach Voranmeldung auch Gespräche mit Zeitzeugen an.
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, öffentliche Führungen Mi+So 15 Uhr
Eintritt: frei. Audioguides 2,50 €, erm. 1,50 €
Gruppen / Führungen: Führung+Zeitzeugengespräch 2,50 € , erm. 1,50 € pro Person
Marienfelder Allee 66/80, Berlin-Tempelhof, ÖPNV: S Marienfelde, Bus M77
Gedenkstätte Berliner Mauer
Das Denkmal „Gedenkstätte Berliner Mauer“ von Kohlhoff&Kohlhoff und die Kapelle der Versöhnung“ am Ort der von den DDR-Grenztruppen gesprengten Versöhnungskirche gehören neben einem Dokumentationszentrum zu dem Ensemble historischer Erinnerung an die Teilung der Stadt.
Das Dokumentationszentrum eröffnete im November 1999 in der Bernauer Straße, an der die Mauer verlief und die Bezirke Wedding und Mitte in West- und Ost-Stadtteile trennte. Die ständige Ausstellung verdeutlicht anschaulich und mit Hilfe verschiedener Medien Sprache den Bau der Berliner Mauer 1961, die Reaktionen auf dieses einschneidende Ereignis in Ost und West und die unmittelbaren Auswirkungen auf das Leben der Bürger. Im Besucherarchiv können Text-, Ton-, Film- und Bilddokumente zur Geschichte der Bernauer Straße frei recherchiert werden.
Im Juni 2006 hat der Berliner Senat das Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer und damit die Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer beschlossen. Zukünftig wird entlang der Bernauer Straße ein Gedenkareal entstehen, das die Dimension der Grenzanlagen und Brutalität des Regimes dokumentiert. Ergänzend zum schon bestehenden Angebot sollen hier die Geschichte der erfolgreichen und der gescheiterten Fluchten, die Trennung und Zerstörung gewachsener Stadtzusammenhänge sowie das Leben getrennter Nachbarschaften und Familien im Schatten der Mauer dargestellt werden. Die Erinnerungslandschaft soll 2011 fertig werden, der dazugehörige Info-Pavillon schon am 9.11.2009. Die Bernauer Straße ist aber auch der authentische Ort für die Erinnerung an das freudige Ereignis des Mauerfalls: Hier wurde 1990 mit dem offiziellen Abriss der Grenzanlagen begonnen.
Öffnungszeiten: Dokumentationszentrum Di-So 9:30-19 Uhr (Nov.-Mai -18 Uhr)
Eintritt: frei
Gruppen / Führungen: Führung (Dauer 1 Std.) bis 10 Pers. 30 €, jede weitere Person 3 €, Schülerklassen frei. Anmeldung erforderlich Fremdsprache: En/Frz/It/Sp/Port.
Bernauer Str. 111, Berlin-Wedding, ÖPNV: U Bernauer Str., S Nordbahnhof, Bus 245
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
In diesem "Ehemaligen Speziallager Nummer 3 sowie Zentralem Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Besatzungsmacht und Zentralem Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit der DDR", so der offizielle Name der Gedenkstätte, wird die Justizpraxis und der Häftlingsalltag der DDR eindrucksvoll präsentiert.
Der Ort hat eine bewegte Vergangenheit: Ursprünglich Privatbesitz, errichtete die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt 1938 auf dem Gelände eine Volksküche. Nach Kriegsende richtete die sowjetische Besatzungsmacht das „Speziallager Nr.3“ ein, das vorwiegend als Sammel- und Durchgangslager genutzt wurde. Tausende von Menschen waren hier unter sehr schlechten äußeren Bedingungen interniert, häufig auch ohne zu wissen, wie lange sie der Lagersituation ausgesetzt sein würden. Zwischen 1946 und 1950 fungierte das Lager als zentrales sowjetisches Untersuchungsgefängnis. Untergebracht waren vor allem mutmaßliche politisch-ideelle Widersacher und Nationalsozialisten.
1950 wurde das Untersuchungsgefängnis in den Zuständigkeitsbereich der DDR übergeben und bis 1989 vom Ministerium für Staatssicherheit als zentrale Untersuchungshaftanstalt betrieben. Primäre Funktion war auch hier die Verfolgung politisch Oppositioneller, die man mit physischer Gewalt und vermehrt psychologischen Methoden zu zermürben suchte.
Öffnungszeiten:tägl. 9-18 Uhr, öffentl. Rundgänge Mo-Fr stündlich 11-15 Uhr, Sa+So+feiertags 10-16 stündlich. Täglich 14:30 Uhr auf Englisch
Eintritt: 5 €, erm. 2,50 €, Mo frei, Schulklassen frei
Gruppen / Führungen: Für jeweils 25 angemeldete Teilnehmer pauschal 75 €, Schüler 25 €
Genslerstr. 66, Berlin-Hohenschönhausen, ÖPNV: S Landsberger Allee, M6 bis Genslerstr., Tram M5 bis Freienwalder Str.
Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße
Das „Haus 1“ der ehemaligen Stasi-Zentrale wurde 1990 als Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße für Besucher geöffnet. Eine Dauerausstellung widmet sich verschiedenen Aspekten des politischen Systems der DDR, der Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit und den Themen Widerstand und Opposition in der DDR. Mittelpunkt der Ausstellung sind die im Originalzustand erhaltenen Amts- und Arbeitsräume Erich Mielkes, des letzten Ministers für Staatssicherheit. Außerdem ist eine Sammlung Polit-Kitsch aus Stasi-Beständen zu sehen.
Besuchergruppen können nach Anmeldung durch die Ausstellung geführt werden, darüber hinaus sind auch Gespräche mit ehemaligen Dissidenten der DDR möglich. Auf Wunsch werden Vortragsveranstaltungen und ein- bzw. mehrtägige Seminare zu Aspekten des politischen Systems der DDR und der Tätigkeit der Stasi angeboten.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-18, Sa+So 14-18 Uhr
Eintritt: 5 €, erm. 4 €, Schüler 3 €
Gruppen / Führungen Führung (ab 9 Uhr, Dauer 1,5 Std.) inkl. Eintritt ab 11 Pers. 4 €, erm. 3,50 €, Schüler 2,50 €. Zeitzeugen-Gespräch 80 €, Vorträge 100 € zzgl. Eintritt
Ruschestr. 103, Haus 1, Berlin-Lichtenberg, ÖPNV: U+S Frankfurter Allee, U Magdalenenstr.
Gespräche mit und über Dissidenten der ehemaligen DDR
Im Anschluss an den Besuch des „Hauses 1“ der ehemaligen Stasi-Zentrale, der heutigen Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße, kann man ein Gespräch mit einem ehemaligen Dissidenten der DDR führen. Die Zeitzeugen berichten über ihre Erfahrungen des Mauerbaus, politischer Haft oder Opposition in der DDR und vermitteln so ein subjektives Bild des politischen und privaten Alltags in der DDR.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa+So 14-18 Uhr
Eintritt: 3,5 €, erm. 3 €, Schüler 2,50 €
Gruppen / Führungen: 65 €, Vorträge 80 €, zzgl. Eintritt
Ruschestr. 103, Haus 1, Berlin-Lichtenberg, ÖPNV: U+S Frankfurter Allee, U Magdalenenstr., Tram M13, 16
Mauermuseum Haus am Checkpoint Charlie
Am Ort des wohl bekanntesten Grenzübergangs, dem Checkpoint Charlie, wird die Geschichte der Berliner Mauer von ihrem Bau 1961 bis zur Öffnung 1989 anhand von Fotos und Texten, aber auch Gegenständen, die zur Flucht dienten, dokumentiert. Zudem werden täglich von 9-22 Uhr Dokumentarfilme zu den Themen der Ausstellung gezeigt (u.a. Der 17. Juni 1953, Tunnelflucht, Flucht mit einem Ultra-Leichtflugzeug, Das Ende der Mauer, Filme über den gewaltfreien Widerstand z.B. gegen die Invasion der CSSR). Weitere Filmvorführungen sind: Montag – So alle zwei Stunden zwischen 9:30 und 17:30 Uhr „Mit dem Wind nach Westen – Ballonflucht" und täglich um 19.30 Uhr: „Mein Kampf“ - Dokumentarfilm von Erwin Leiser.
Führung im Haus am Checkpoint Charlie: Preis für Gruppen: 65 €, zzgl. Eintritt
Zeitzeugengespräch im Haus am Checkpoint Charlie:
Details erfahren Sie in einem Gespräch mit einem Zeitzeugen, zum Beispiel mit einem ehemaligen Fluchthelfer, einem Ex-Stasi-Offizier oder Bürgerrechtlern.
Preis für Gruppen: 65 €, zzgl. Eintritt
Öffnungszeiten: tägl. 9-22 Uhr
Eintritt: 12,50 €, erm. 9,50 €, Schüler bis 18 J. 6,50 €
Gruppen / Führungen: 20-30 Pers. 8,50 €, Schulklassen 6,50 €. Führungen u. Zeitzeugengespräch 65 € zzgl. Eintritt.
Friedrichstr. 43-45, Berlin-Kreuzberg, ÖPNV: U Kochstr., Bus M29
Museum der Teilung
„Tränenpalast“ hieß dieser Ort, an dem bis zum Mauerfall Millionen Deutsche aus Ost und West die Grenzabfertigungsanlage passierten. Seit September 2011 zeigt die „Stiftung Haus der Geschichte der BRD“ hier die Dauerausstellung „Grenzerfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“.
Öffnungszeiten: Di-Fr 9-19 Uhr, Sa+So 10-18 Uhr
Eintritt: frei
Reichstagsufer 17, Berlin-Mitte, ÖPNV: U+S Friedrichstr., Tram M1




